Der Comedian Nikita Miller wurde am Bremer Hauptbahnhof von einem Angreifer mit einer Stichwaffe schwer verletzt. Er erlitt bei diesem gewalttätigen Angriff mehrere schwere Verletzungen, wie eine 15 Zentimeter lange Schnittwunde am Hinterkopf, welche mit zwölf Stichen genäht werden musste, sowie mehrere Verletzungen an Schulter und Arm.
Die Tat aus dem Jahr 2023 sowie die für ihn frustrierende Erfahrung mit den anschließenden Ermittlungen der deutschen Justiz und der Verhandlung, hatten bei dem aus dem TV bekannten Künstler eine besondere Wirkung hinterlassen und ihn unter anderem dazu bewogen auszuwandern.
Der Angriff mit einer Stichwaffe auf Nikita Miller
In einem SWR-Interview schilderte er, er sei in Bremen aus einem Zug ausgestiegen und mit einem Mann in körperlichen Kontakt geraten und dieser hätte ihn sofort aggressiv beschimpfte. Der Angreifer zog dann auch umgehend eine Stichwaffe und ging mit dieser auf ihn los. „Ich hatte um Hilfe gerufen, keiner griff ein“, so der Comedian, „also musste ich gegen ihn kämpfen.“ Mehrfach stach der Angreifer auf ihn ein. „Insgesamt hatte ich verflucht großes Glück“, schilder es Miller. Das habe er unter anderem dem Kampfsport und seiner Erfahrung als Türsteher zu verdanken. Zudem sei die Polizei sehr schnell vor Ort gewesen und habe sich gut um ihn gekümmert.
Was nach der schrecklichen Tat geschah
Der 26-jährige zugereiste Täter konnte schnell ermittelt werden, wurde jedoch noch in der Nacht des Angriffs wieder auf freien Fuß entlassen, mit der Erklärung: „Er stellt keine Gefahr mehr da.“. Die Staatsanwaltschaft sah keinen Inhaftierungsgrund, obwohl Nikita Miller fünf schwerwiegende Stichverletzungen erlitt.
„Wie die Justiz damit umgegangen ist, hat mich geschockt“
Nikita Miller
Die Anklage gegen den zugezogenen Gewalttäter wurde von versuchter Tötung auf Körperverletzung herabgestuft, was Miller damit erläuterte, dass die Justiz argumentierte, der Täter habe den Angriff gestoppt, bevor er ihn getötet hätte. Und dies, obwohl Miller aussagte, er hätte den Angriff nur überlebt, obwohl der Täter 5x in ihn eingestochen hätte, da er sich wehren konnte. Dieser Gewalttäter wollte mich umbringen, so Miller und dieser stellte seinen Angriff erst ein, als die Klinge seiner Stichwaffe abbrach. Die abgebrochene Klinge und dass Miller diesen Angriff überlebte, sah die Justiz als Rücktritt von einer versuchten Tötung an.
Täter bekam nach der Tat die deutsche Staatsbürgerschaft
Miller erklärte in mehreren Interviews, wie dem Nachrichtenportal Express oder auch dem öffentlich-rechtlichen SWR, dass der Verdächtige trotz des Angriffs die deutsche Staatsbürgerschaft erhalten hätte. (Öffentlich zugängliche Informationen oder offizielle Berichte, ob der Messerangreifer von Nikita Miller eingebürgert wurde, existieren nicht.)
Miller zog die Konsequenzen und verlies Deutschland
Der Comedian ist nach dieser schrecklichen Tat und der Gerichtsverhandlung nach Norwegen gezogen und sagte, falls seiner Frau oder Familie etwas zustoßen sollte, wolle er das deutsche Strafjustizsystem nicht noch einmal durchmachen.
„Ich überlebe das nicht ein zweites Mal“
Nikita Miller
Quellen:
Nikita Miller, SWR; Express



