Harry S. Truman (1884 – 1972) war von 1945 bis 1953 der 33. Präsident der Vereinigten Staaten. Nach dem Tod von Franklin D. Roosevelt übernahm er als Vizepräsident das Präsidentenamt. Truman initiierte nach dem 2. Weltkrieg den Marshallplan zum Wiederaufbau der schwer angeschlagenen Wirtschaft Westeuropas. Er prägte die Truman-Doktrin und unterstützte die Gründung der NATO, um die Ausbreitung des sowjetischen Kommunismus einzudämmen. Als Mitglied der Demokratischen Partei schlug er zahlreiche liberale innenpolitische Reformen der New-Deal-Koalition vor, von denen jedoch nur wenige von der republikanischen Koalition, die den US-Kongress dominierte, umgesetzt wurden.
Trumans Regierung verfolgte eine internationalistische Außenpolitik und arbeitete eng mit Großbritannien zusammen. Er lehnte den Isolationismus entschieden ab.
Untersuchungen deckten Korruption in Teilen der Truman-Regierung auf, die im Präsidentschaftswahlkampf 1952 zu einem zentralen Thema wurde , obwohl Truman selbst nicht verwickelt war. Er hätte 1952 zur Wiederwahl antreten können, verzichtete aber aufgrund schlechter Umfragewerte auf eine Kandidatur. Anschließend zog sich Truman in den Ruhestand zurück, der von der Gründung seiner Präsidentenbibliothek und der Veröffentlichung seiner Memoiren geprägt war. Lange Zeit ging man davon aus, dass Trumans Ruhestand finanziell schwierig gewesen sei, weshalb der Kongress eine Pension für ehemalige Präsidenten einführte. Später kamen jedoch Beweise ans Licht, dass er beträchtliches Vermögen angehäuft hatte, teilweise während seiner Präsidentschaft.
Zeig mir einen Mann, der als Politiker reich wird, und ich zeige dir einen Schurken.
Harry S. Truman



