Murray Newton Rothbard (1926–1995) war ein US-amerikanischer Ökonom, Wirtschaftshistoriker und politischer Philosoph, er gilt als einer der wichtigsten Vordenker des freien Marktes und des modernen Libertarismus.
Rothbard war eine maßgebliche und zentrale Figur in der amerikanischen libertären Bewegung des zwanzigsten Jahrhunderts, insbesondere in ihren konservativen Strängen und war ein Gründer und führender Theoretiker des Anarcho-Kapitalismus. Er schrieb über zwanzig Bücher über politische Theorie, Geschichte, Wirtschaft und andere Themen.
Für Rothbard gründet die Freiheit des Marktes in der menschlichen Natur. Durch seine Ausstattung mit Denkvermögen sei der Mensch zur Eigenverantwortung bestimmt. Die Eigenverantwortung deutet Rothbard als »Selbsteigentum«: Der Mensch »gehöre« sich selbst. Konsequenterweise müsse ihm dann auch alles gehören, was er selbst schaffe, d.h. er verfüge rechtmäßig über das Produkt seiner Arbeit. Diese Argumentation unterscheidet sich noch nicht von anderen klassischen Verteidigungen der Marktfreiheit. Die Provokation besteht in Rothbards Schlussfolgerungen: Der eigenverantwortlich handelnde Mensch schaffe durch Absprachen und Verträge auf freiwilliger Basis auch alle notwendigen sozialen Einrichtungen, seien es Gerichte und Polizei oder Schulen und Kulturinstitutionen.
„Verlangt der Staat laut nach
Murray Newton Rothbard
,Opfern‘, lauf um dein Leben und
achte auf deine Brieftasche!“
(Ökonom & Philosoph / 1926 – 1995)



