Simone de Beauvoir (1908–1986) war eine französische Schriftstellerin, Philosophin und Frauenrechtlerin, die als eine der einflussreichsten Intellektuellen des 20. Jahrhunderts gilt. Sie zählte neben Jean-Paul Sartre zu den wichtigsten Vertretern des Existenzialismus – einer Philosophie, die besagt, dass der Mensch seine Existenz selbst gestalten muss und frei ist.
Sie schrieb eine Vielzahl an Romanen, Erzählungen, Essays und Memoiren. Ihre Romanen L’Invitée (1943 / „Sie kam und blieb“) und „Le Sang des autres“ (1945), wurden von Claude Chabrol als „Das Blut der Anderen“ verfilmt.
Ihr bekanntestes Werk „Das andere Geschlecht“ (Le Deuxième Sexe, 1949) gilt als ein entscheidender Schritt der modernen Frauenbewegung. Hieraus stammt ihr bekanntes Zitat: „Man kommt nicht als Frau zur Welt, man wird es“.
Sie kämpfte für das Recht auf Abtreibung (unter anderem als Initiatorin des Manifests der 343 im Jahr 1971), engagierte sich gegen den Kolonialismus und setzte sich für gesellschaftliche und politische Freiheiten ein.
1929 lernte sie Jean-Paul Sartre kennen. Die beiden führten eine lebenslange, unkonventionelle Partnerschaft auf Augenhöhe, blieben aber unabhängig und lebten eine offene Beziehung.
Der Unterdrücker wäre nicht so
Simone de Beauvoir
mächtig, wenn er keine Komplizen
unter den Unterdrückten hätte.
(Schriftstellerin & Philosophin / 1908 – 1986)



