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Bertrand Russell – Kollektive Angst

Bertrand Russell (1872–1970) war einer der bedeutendsten britischen Philosophen, Logiker, Mathematiker und Sozialkritiker des 20. Jahrhunderts. Er gilt als einer der Gründerväter der analytischen Philosophie und hat die moderne Logik maßgeblich geprägt. Für seine vielseitigen Schriften erhielt er 1950 den Nobelpreis für Literatur.

Russell unterrichtete unter anderem am Trinity College der Universität Cambridge, der London School of Economics, der Harvard University und der Peking-Universität und war Mitglied der Cambridge Apostles und der Fabian Society.

Zusammen mit Alfred North Whitehead versuchte er in dem monumentalen und einem der bedeutendsten Werke des 20. Jahrhunderts, der „Principia Mathematica“, die gesamte Mathematik auf ein Fundament der formalen Logik zu stellen (Logizismus). Ebenso entdeckte er einen fundamentalen Widerspruch in der naiven Mengenlehre (die Menge aller Mengen, die sich selbst nicht als Element enthalten), was die gesamte Mathematik veränderte.

Russell war zeitlebens ein fundamentaler Pazifist und Freidenker. Er scheute keine Kontroversen und saß wegen seines politischen Aktivismus zweimal im Gefängnis.

Kollektive Angst weckt den Herdeninstinkt
und führt häufig zu Aggressivität gegenüber
denen, die nicht als Mitglieder der Herde
angesehen werden.

Bertrand Russell
(Nobelpreisträger, Mathematiker & Philosoph / 1872–1970)
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