Peter Scholl-Latour (1924 – 2014) war ein renommierter deutsch-französischer Journalist, Publizist und Bestsellerautor. Er galt jahrzehntelang als einer der profiliertesten deutschen Kenner des Nahen Ostens, Asiens und Afrikas sowie als streitbarer Experte für Außenpolitik und Krisenregionen.
Scholl-Latours verfasste über 30 Bücher mit einer Gesamtauflage von ca. 10 Millionen Exemplaren. Sein 1979/1980 erschienenes Buch „Der Tod im Reisfeld“ (über Indochina) war mit 1,3 Millionen Exemplaren das meistverkaufte Sachbuch Deutschlands.
Berichterstattung aus Krisengebieten
Scholl-Latour erlangte große Berühmtheit durch seine Reportagen aus weltweiten Brennpunkten. Er berichtete unter anderem intensiv über den Algerienkrieg, den Vietnamkrieg (wo er zeitweise vom Vietcong gefangen genommen wurde) und die Islamische Revolution im Iran. 1979 begleitete er Ayatollah Chomeini auf dessen Flug aus dem französischen Exil zurück nach Teheran.
Scholl-Latours literarisches Werk
Seine tiefgründigen Analysen verarbeitete er in zahlreichen Büchern, die regelmäßig zu Bestsellern wurden. Zu seinen bekanntesten Werken gehören „Der Tod im Reisfeld“ (über Indochina) und „Allah ist mit den Standhaften“ (über die arabische Welt).
Der Stammgast in politischen Talkshows
Mit seiner markanten Stimme, seinem enormen historischen Wissen und seiner oft pessimistischen, aber realistisch-analytischen Sichtweise war er bis ins hohe Alter ein gefragter Gast in politischen Talkshows.
Sein journalistisches Schaffen
Neben seiner Arbeit als Reporter war er unter anderem ARD-Korrespondent in Paris, Studioleiter in Paris, Fernsehdirektor des WDR und zeitweise Chefredakteur sowie Herausgeber des Magazins Stern.
Wir leben in einem Zeitalter
Peter Scholl-Latour
der Massenverblödung. Besonders
der medialen Massenverblödung.
(Journalist, Publizist & Bestsellerautor / 1924 – 2014)



