Heinrich Christian Wilhelm Busch (1832 – 1908) war einer der einflussreichsten deutschen humoristischen Dichter, Zeichner und Maler. Er gilt aufgrund seiner wegweisenden Bildergeschichten heute als einer der Urväter des modernen Comics. Weltweit angesehen wurde er vor allem durch seine Geschichte von Max und Moritz. Zudem war er als von niederländischen Meistern beeinflusster Maler tätig.
Seinen Durchbruch feierte er jedoch nicht mit der klassischen Malerei, sondern mit seinen Karikaturen und Bildergeschichten für Zeitschriften wie die „Fliegenden Blätter“.
Obgleich er mit seinen satirischen Werken beachtlichen monetären Erfolg erzielte, blieb Busch zeitlebens ein eher zurückhaltender, bisweilen pessimistischer Mensch. Seine eigentliche Leidenschaft, die Ölmalerei, hielt er weitgehend vor der Öffentlichkeit verborgen, da er mit seinen Werken oft selbst nicht zufrieden war.
Ab 1859 erschienen seine ersten Bildergeschichten als Einblattdrucke. In Buchform wurden sie erstmals 1864 unter dem Titel Bilderpossen veröffentlicht.
Bekannte Werke
Max und Moritz (1865)
Seine bekannteste Bildergeschichte über zwei Lausbuben.
Hans Huckebein, der Unglücksrabe (1867)
Die humorvolle, aber tragische Geschichte eines Raben.
Die fromme Helene (1872)
Eine satirische Abrechnung mit bürgerlicher Doppelmoral und Frömmigkeit.
Maler Klecksel (1884)
Eine amüsante Satire auf den Kunstbetrieb.
Wenn einer, der mit Mühe kaum //
Wilhelm Busch
Gekrochen ist auf einen Baum, //
Schon meint, daß er ein Vogel wär,
// So irrt sich der.
(Dichter & Zeichner / 1832 – 1908)
Quelle Zitat:
Diese berühmten Verse von Wilhelm Busch bilden die moralische Schlussfolgerung seines bekannten Gedichts „Fink und Frosch“. Zudem veröffentlichte er die vier Zeilen unter dem Titel „Der fliegende Frosch“ in seiner Gedichtsammlung „Zu guter Letzt“ (bzw. Hernach, 1908).



