Henry Louis Mencken (1880–1956) war ein einflussreicher US-amerikanischer Journalist, Satiriker, Kulturkritiker und Schriftsteller aus Baltimore. Am bekanntesten sind heute das Werk „Die amerikanische Sprache“ und seine satirischen Reportagen vom „Affenprozess“, der 1925 in Dayton/Tennessee stattfand.
Mencken arbeitete ab 1899 für verschiedene Zeitungen, vor allem für die Baltimore Sun, und prägte als einer der bekanntesten amerikanischen Journalisten die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts. Im Jahr 1924 gründete und leitete er gemeinsam mit George Jean Nathan die einflussreiche Monatszeitschrift „The American Mercury“.
Sein Schreibstil war oft scharf, spöttisch und polemisch. Er kritisierte unerbittlich den amerikanischen Puritanismus, die Demokratie, Religionen und moralische Bevormundung.
Das Kultur- und Literaturmagazin Perlentaucher urteilt: „Henry Louis Mencken […] war wahrscheinlich der einflussreichste amerikanische Kritiker der ersten Hälfte des 20ten Jahrhunderts. Als scharfer Satiriker und verwegener Prosa-Stil-Schriftsteller erfreute er sich seines größten Ruhmes und Einflusses in den 20er Jahren während seiner Zeit als Redakteur des ‚Smart Set‘ (1914–24) und des ‚American Mercury‘ (1924–33).“
Der Drang, die Menschheit
Henry Louis Mencken
zu retten, ist fast immer nur
ein Vorwand für den Drang,
sie zu beherrschen.
(Schriftsteller, Satiriker & Kulturkritiker / 1880 – 1956)



